Der Begriff „Konkrete Kunst“ wurde von Theo van Doesburg, dem niederländischen Maler, Architekt und Schriftsteller (1883–1931), eingeführt und im Rahmen der Gründung der Künstlergruppe „Art Concret“ manifestiert. Konkrete Kunst will nichts Vorhandenes abstrahieren, sondern Geistiges materialisieren. In diesem Zusammenhang spricht man auch von „konstruktiver Kunst“, die beinahe wissenschaftlich Form und Farbe in geometrischer Struktur erforschen will. Das landeskirchliche Kunstreferat konnte im Jahre 2000 eine Grafikmappe mit dem Titel „horizontal diagonal vertikal“ erwerben. Enthalten sind neun Arbeiten von neun Künstlern. Wir zeigen hier 6 Künstler von links nach rechts: Jo Niemeyer, Jochen Scheithauer, Ben Muthofer, Peter Staechelin, H. W. Twardzik, , Josef Linschinger.
Ha. W. Twardzik (*1932) und Ben Muthofer (1937–2020) spielten eine führende Rolle beim Beitrag der Evang.-Luth. Kirche in Bayern im Rahmen eines „Skulpturenwegs“ auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 1993 in München. Von Jochen Scheithauer (*1948) befinden sich noch zwei konkrete Kreuzcollagen in der landeskirchlichen Kunstsammlung. In der Mappe sind auch Arbeiten enthalten von Ruprecht Geiger (1908–2009), von dem ein sehr farbintensives Tauffenster in der Evang.-Luth. Kirche in Stockdorf zusehen ist, und Eugen Gomringer (1925–2025), der 2015 an dem Lutherkunstprojekt „12 (W)ORTE“ des Kirchenkreis Bayreuth teilgenommen hat.
Audiostimme: KI generiert
Serigraphie
H. 40 cm, B. 40 cm