Formales Schema Variante 1 - Martin Minde

Martin Minde nennt sein künstlerisches Schaffen „Farbkunst“. Er ist ein Vertreter der sogenannten konkreten Kunst, die nichts Vorhandenes abstrahieren, sondern Geistiges materialisieren will. Minde versucht mit seiner Haltung inhaltlich zu mehr Wahrnehmung aufzurufen und unser Farbsehen bewusst zu aktivieren. So möchte er existentiell „Identität stiften durch Selbstentfaltung im Farbensehen“ und ethisch „Frieden stiften im Ausgleich zu Individuum und Allgemeinheit“. Seinen Bildern spricht er auch therapeutische und gesellschaftliche Funktionen zu: Sie könnte beitragen, den Einzelnen in der Gesellschaft aufzuheben.

Martin Minde wurde 1940 in Ostpreußen geboren, 1945 gelang die Flucht nach Radebeul/Dresden, wo er eine Ausbildung als Maler und Restaurator abschloss. Dann erst folgte ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden. Mindes Arbeiten weisen Analogien zu den Vertretern der Konkreten Kunst, die ebenso in der landeskirchlichen Sammlung vertreten sind, auf. In besonderer Weise gilt das für die Arbeiten von Siegfried Ehrenfeld und Jochen Scheithauer. Ein weiteres großes Bild Mindes befindet sich derzeit im großen Saal des Dekanatsgebäudes in Traunstein als Leihgabe der landeskirchlichen Kunstsammlung.

Formales Schema Variante 1 - Martin Minde
Öl auf Leinwand
1983

Öl auf Leinwand
H. 184 cm, B. 1984 cm