Apokalyptisches Lamm - Rudolf Büder

Rudolf Büder (1920–2002) hat in der Evangelisch-Lutherischen Kirche vor allem durch die komplette Ausmalung der Kirche in Einberg bei Coburg im Jahre 1952 Aufsehen erregt. Das Thema der Offenbarung des Johannes wird dort in ungewöhnlicher Form und Farbgebung als begehbares biblisches Erlebnisbild gestaltet. Sehr spannungsreich werden durch die Stilmittel einer flächigen Raumandeutung und der darin im Detail liebevoll angeordneten Figuren kosmologische, geistige, religiöse, aber auch ganz menschliche Begegnungsräume dargestellt.

„Das apokalyptische Lamm“ ist eine Zusammenfassung der Thematik in der Kirche in Einberg mit Bezug auf die Offenbarung 5,6: „Und ich sah: Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm; es sah aus wie geschlachtet und hatte sieben Hörner und sieben Augen; die Augen sind die sieben Geister Gottes, die über die ganze Erde ausgesandt sind.“ Das Lamm Christi stellt Christus als das unschuldige Opferlamm dar, das die Sünden der Welt auf sich nimmt und die Menschheit dadurch erlöst. Der Engel symbolisiert die Gerichtsposaunen.

Rudolf Büder erhielt 1995 den Kunstpreis der bayerischen Landeskirche.

Apokalyptisches Lamm - Rudolf Büder
Öl, Gips, Holz
1960

Audiostimme: KI generiert

Öl, Gips, Holz
H. 250 cm, B. 230 cm