Herbert Dlouhy (*1942 in Römerstadt/Sudetenland, heute Rýmařov, Tschechien) ist ein deutschsprachiger Künstler. Er verbindet in seinen Grafiken archaische Formen mit spiritueller Tiefe – und nicht selten mit einem feinen, mitunter schwarzen Humor. Die maskenhaften Gesichter, expressiven Linien und reduzierten Farbflächen wirken wie Spiegel innerer Zustände: zwischen Ernst und Ironie, zwischen existenzieller Wucht und augenzwinkernder Distanz. Im Landeskirchenamt treffen diese Arbeiten auf einen Ort des Denkens, Entscheidens und Glaubens – und eröffnen dabei Raum für Reflexion.
Der ehemalige Kunstpädagoge und Künstler lebt und arbeitet im nordschwäbischen Wertingen-Hohenreichen. Er war im Sommer 1993 beim 25. Deutschen Evangelischen Kirchentag im Rahmen des Skulpturenweges auf dem Messegelände in München beteiligt. Wie auch jene zwei signierten und nummerierten Grafikreihen sind alle weiteren Arbeiten Dlouhys, welche sich in der landeskirchlichen Kunstsammlung befinden, aus der der Landeskirche gestifteten Sammlung Dr. Andreas Link.
Lithografie auf Bütten